Heimat- und Geschichtsverein Schloßborn e.V.

Apfelernte_StartbildAuf unserer Streuobstwiese ist im Spätsommer und Herbst immer eine Menge los! In diesem Jahr durften wir uns über eine wunderbare Verbindung von Naturpädagogik und Vereinstradition freuen: Erst erkundeten junge Entdecker als „kleine Leser“ unsere Bäume, wenige Tage später folgten die „großen Leser“ zur alljährlichen, in diesem Jahr ganz entspannten Ernte. Ein Rückblick auf zwei gelungene Aktionen – und eine kleine Bitte am Rande.

Viel Trubel beim Projekt „Lernort Streuobstwiese“

Am 25. September 2026 durften wir die 4. Klasse der nahegelegenen Grundschule Schloßborn nach nur einem kurzen Fußmarsch auf unserer Wiese begrüßen. Der Ausflug fand im Rahmen des tollen pädagogischen Konzepts „Lernort Streuobstwiese“ des Hochtaunuskreises statt. Dieses Programm bietet Schulen die großartige Möglichkeit, Streuobstwiesen als einen unserer artenreichsten Lebensräume aktiv kennenzulernen. In saisonal abgestimmten Veranstaltungen erkunden die Kinder Flora und Fauna, lernen regionale Obstsorten kennen und erfahren ganz praktisch, wie dieser Lebensraum geschützt und erhalten werden kann.

Wie begeistert die Schülerinnen und Schüler bei der Sache waren, erfuhren wir anschließend aus dem tollen Feedback von Klassenlehrerin Barbara Decker. Sie berichtete uns von einem rundum gelungenen Vormittag auf der Streuobstwiese, an dem die Kinder so eifrig Äpfel aufsammelten und pflückten, dass die reiche Ausbeute von nur zwei Bäumen in der ersten Reihe bereits völlig ausreichte.

Bereits am darauffolgenden Montag wurden die gesammelten Schätze dann direkt auf dem Schulhof zu frischem Saft gekeltert. Wir freuen uns sehr, dass die „kleinen Leser“ dieses Naturerlebnis so genießen konnten. Eine tolle Randnotiz: Eine engagierte Mutter hat der Schule gleich zehn Apfelpflücker spendiert. Vielen Dank dafür!

Kleine Apfelleser

Kleine Apfelleser 2

Gemütliche Apfellese der Vereinsmitglieder

Nach den Grundschülern waren wenige Tage später, am Dienstag, den 6. Oktober, die „großen Leser“ an der Reihe. Bei einem herrlichen Spätsommernachmittag fand die alljährliche Apfellese unserer Vereinsmitglieder statt.

Hier zeigte sich ein deutlicher Unterschied zu den Vorjahren: Nach den enormen und kräftezehrenden Rekordernten der vergangenen Jahre hatten wir uns diesmal ganz entspannt nur 15 bis 20 Säcke zum Ziel gesetzt. Dank der vielen fleißigen Hände war diese überschaubare Menge so zügig geschafft, dass wir alles an nur einem Nachmittag einholen konnten und der eigentlich geplante zweite Termin glatt entfallen durfte. Den erfolgreichen Einsatz ließen wir anschließend in bester Vereinstradition gemütlich bei einem Glas „Äppler“ aus der letztjährigen Ernte in unserem schönen Museumshof ausklingen. Und nur zwei Tage später ging es schon zur Kelterei und der Most wanderte in unseren Keller zur Vergärung.

Ein herzliches Dankeschön geht an alle Familien, die uns ihre Bäume zum Abernten zur Verfügung gestellt haben, an alle tatkräftigen Helfer und natürlich ganz besonders an Walter für den Einsatz seines Traktors!

Apfellese 2026

Apfellese 2026

Apfellese 2026 Collage

Eine kurze Bitte in eigener Sache

Abschließend haben wir noch ein wichtiges Anliegen: Die massiven Wildschweinschäden aus dem Jahr 2024 machen uns auf der Streuobstwiese am Rotlauf leider noch immer schwer zu schaffen. Um den Boden dort von Grund auf rekultivieren zu können, benötigen wir dringend schweres land- oder forstwirtschaftliches Gerät – mindestens einen Mulcher oder eine Bodenwendefräse. Wer so etwas bereitstellen oder vermitteln kann, melde sich bitte einfach über die bekannten Kontaktwege bei uns. Wir danken für jede Hilfe!

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