Der Backesbrunnenplatz markiert einen der geschichtlich bedeutsamsten Punkte in Schloßborn. Er beherbergt nicht nur ein wichtiges Zeugnis der Wasserversorgung, sondern ist auch tief in der Etymologie unseres Ortsnamens verwurzelt.
Namensgeber der Gemeinde
Die Bedeutung des Platzes reicht weit über die Funktion als Wasserstelle hinaus:
- Der „Born“ von Schloßborn: Der Name unserer Gemeinde leitet sich direkt von den Begriffen Schloß (das benachbarte Eppsteiner Jagdschloss) und Born (Quell bzw. Brunnen) ab.
- Jahrtausendealte Tradition: Bereits vor über 1.000 Jahren befand sich an dieser Stelle nachweislich ein Brunnen, der die frühe Besiedlung des Ortes erst ermöglichte.
Chronik des Wandels
Die Geschichte des Platzes ist geprägt von technischem Fortschritt und dem Wandel des Ortsbildes:
- Anschluss an die Moderne: Im Jahr 1829 wurde der Brunnen an die erste Schloßborner Wasserleitung angeschlossen.
- Abbruch und Wiederaufbau: Mit der Errichtung der neuen Trinkwasserleitung im Jahr 1903 wurde die alte Anlage zunächst abgerissen. Erst 1962, nach dem Abbruch des benachbarten namensgebenden „Backes“ (Gemeindebackhaus), wurde der Brunnen als historisches Denkmal wiedererrichtet.
- Heutiger Zustand: Dank bürgerschaftlichen Engagements und einer privaten Spende im Jahr 2009 konnte der Brunnentrog zuletzt umfassend erneuert werden.
Ein Ort der Identität
Heute ist der Backesbrunnenplatz ein Ort des Innehaltens. Zusammen mit dem angrenzenden „Türmche“ bildet er ein Ensemble, das die Gründungsgeschichte Schloßborns für Einwohner und Besucher greifbar macht. Er erinnert daran, dass die Verfügbarkeit von frischem Quellwasser einst die Lebensader und das Fundament unserer Gemeinschaft war.



